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January 16, 2017

Isfahan

Nachdem ich ein paar Tage in der wunderschönen Mesr Wüste verbracht habe, setze ich meine Reise fort. Isfahan ist eine der kulturellen und geschichtlichen Hauptstädte des Iran. Der gigantische Nash-e Jahan Platz, was sich als „Gemälde der Welt“ übersetzen lässt, ist im Herzen der Stadt und schlichtweg majestätisch. Er ist umringt von einem Basar und 3 der wichtigsten Bauwerke der Safavid Periode. Am Kopf des Platzes fällt einem sofort die verzierte Halbkuppel auf, welche als Eingang der riesigen Shah Moschee dient. Neben der beeindruckenden Größe und der verschiedenen architektonischen Elemente, kann man in das Zentrum des Hauptgebäudes treten, in die Hände klatschen und ein siebenfaches Echo bestaunen. Auf den lagen Seiten des Platzes befinden sich zwei weitere Gebäude, ein religiöses Monument, dessen riesige von buntem Keramik überzogene Kuppel aus jedem Winkel der Stadt erkennbar ist und der Ali Qapu Palace. Was den Palast so einzigartig macht, ist eine riesige Terrace im Dritten Stock des Bauwerkes von der man den Blick des Shahs über die Stadt genießen kann. Unser hotel befand sich im Armenischen Viertel Joulfa, direkt neben der berühmten Vank Kathedrale. Es war interessant eine christliche Kirche in der Mitte des Irans zu sehen und mehr über die Geschichte der Armenier in dem Museum nebenan zu erfahren. Die Kathedrale an sich mag von außen etwas schlicht erscheinen, ist allerdings von innen eins der wohl am meist verziertesten Bauwerke und man läuft schnell Gefahr einen steifen Nacken zu bekommen. Abends machten wir einen Spaziergang durch das belebte Viertel und liefen zu den drei antiken Brücken am Zayandeh Fluss, welche nachts atmosphärisch beleuchtet werden und von denen ein in der Mitte ein gemütliches Teehaus hat. Der Chehel Sotoun Garten hat definitiv auch seinen Platz in der UNESCO Welterbe Liste verdient und der Besuch ist sehr empfehlenswert. Der alte Palast in der Mitte des Gartens hat eine riesige Veranda aus 20 14 Meter höhen Säulen und ist mit hunderten Spiegel verziert. Im Palast sind delikate Holzarbeiten zu sehen und gigantische Gemälde, zu denen der Audio Guide faszinierende Geschichten über den indischen König und große Schlachten erzählt. Iraner nennen Isfahan auch „die halbe Welt“ und nach meinem Besuch der Stadt, kann ich dieser Beschreibung nur zustimmen.

m.oscar

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