Persiens Geschichte

Iran, auch bekannt als Persien, ist ein gigantisches Gebiet und Teil von Westasien als auch dem Nahen Osten. Das Land besteht aus zahlreichen faszinierenden, antiken Denkmälern mit einer 12.000 Jahren alten Geschichte. Als Erbe einer der ältesten Zivilisationen der Welt, beginnend mit der Bildung des Elam Königreichs im Jahr 3.200 v. Chr., ist es angemessen den Iran die Wiege der Geschichte, Kultur und Zivilisation zu nennen.

 Vorgeschichte
    Viele Jahre der Forschung zeigen, dass die ersten Menschen vor etwa 800.000 Jahren im Iran-Plateau lebten, welches sich im Nordosten in Khorasan nahe Kashafrood befindet. Die Werkzeuge, die aus einfachen Steinen bestehen, wurden in dieser Region gefunden und gehören nach Einschätzung von Archäologen sie zur altsteinzeitlichen Ära.

Elamiten
    Irans erste Siedlungen wurden im 3. Jahrtausend v. Chr. in der Tiefland-Zone des Südwestens in Elam errichtet. Sie sind heute unter dem Namen Khuzestan zu finden, welches sich ganz in der Nähe von Mesopotamien befindet. Mit dem riesiegen und beeindruckenden Zikkurat, Chogha Zanbil war Susa die wichtigste Stadt. Dieser Zikkurat war ein fünfstöckiges Gebäude, welches den höchsten Göttern gewidmet wurde. Shahre Soukhteh gilt auch als eine der bedeutenden Städte dieser Ära und als Zentrum von Kultur, Wirtschaft und Politik. Während der Ausgrabungen wurden Tontafeln gefunden, die zu 3.200 v. Chr. zurückzuführen sind. Die erste Abbildungen der Welt wurden auf eine Schale in Form einer laufenden Ziege gemalt, das erste künstliche Auge erschaffen und die erste Schädeloperation durchgeführt. Es ist bekannt, dass ein großes Feuer in der Stadt ausbrach, aber der Hauptgrund für das Verlassen und Evakuierung konnte noch nicht ergründet werden. Die Herrschaft Elamiten wurde 646 v. Chr. Durch die Invasion des assyrischen Königs Ashurbanipal beendet.


Achämenidenreich (650-330 v.Chr.)
    Um die Zeit der Elamiten kamen indoeuropäische, arischen Stämme aus dem Norden in den Iran, darunter die sich im Nordwesten niedergelassenen Meder, die Perser im Süden nahe Schiras und die Parther, die sich im Nordosten ansiedelten. Die Meder gründeten ihre Hauptstadt in Ekbatana bei Hamadan. Deiokes, der Medianherrscher, konnte mit der Unterstützung des babylonischen Königs die grausame assyrische Herrschaft beenden. Kyros der Große, ein edler Friedensliebhaber Mann, erhob sich von Persern und übernahm die Kontrolle mürrischen Länder und gründete das größte Reich in der Welt. Pasargadae war die erste Hauptstadt des Achämenidenreiches. Darius I Nachfolger von Cyrus dem Große wählte Susa zu seiner Regierungssitz. Er baute Persepolis, einschließlich vieler Paläste, welche die Herrlichkeit der persischen Architektur darstellen, in der Nähe von Shiras.

Das Achämenidenreiche wird als das Größte und weitreichendes Herrschaftsgebiet der Welt aufgeführt. In Darius Inschrift heißt es, dass Darius der Große, nachdem er die Unruhen im Land beseitigt hatte, das gesamte Territorium in 30 Staaten (Satrapie) teilte. In dieser Zeit wurden 23 Länder vom Achämenidenreiche beherrscht. Vom Indus in Indien bis zum Nil in Ägypten und Libyen sowie die Gebiete von der Donau in Europa bis nach Zentralasien waren Teil des iranischen Territoriums.

Seleukidenreich (312-263 v.Chr.)
    Nach der Zerstörung der Sard-Tempel von der griechischen Armee in der heutigen Türkei, einer Kolonie des Irans, beschloss Cayaxeres, Darius I. Sohn, mit seiner Armee nach Griechenland zu ziehen und den Pantheon-Tempel auf der Akropolis niederzubrennen. Nach diesen Geschehnissen nahm Alexander der Große Rache und verbrannte die glorreiche Achämenidenhauptstadt Persepolis. Der letzte König des Achämenidenreiches Darius III. wurde von Alexander besiegt und seine Generäle übernahmen die Kontrolle über Persien. Nach einer Weile starb Alexander der Große und Seleukos I., einer von Alexanders Generälen, wurde der Herrscher von Persien. In dieser Zeit kamen Griechische Sprache, Philosophie und Kunst mit den Kolonisten.

Partherreich (248 v.Chr.-224 n.Chr.)
    Die Parther waren ein Teil der arischen Stämme, die im Nordosten lebten. Sie kämpften gegen die Seleukiden und konnten schließlich die griechische Herrschaft beenden. Sie etablierten die Arsakiden-Dynastie wieder und herrschten über das iranische Plateau. Eine Stärke der Parther war ihre Armee und deren Kavallerie, die viele Male gegen die römische Armee kämpfte und der Erzfeind des Römischen Reiches war. Zu ihrer Zeit war Mithraismus die offizielle Religion Persiens, welche heute von einigen Wissenschaftlern als Grundlage des Christentums im Westen gesehen wird. In dieser Ära konnte sich jedermann frei seiner eigenen Religion und Glauben widmen. Das Parthische Reich überdauerte fünf Jahrhunderte und gilt als die längste Dynastie, die je über Persien und den Osten herrschte.


naghshe-rostamSassanidenreich (224 -651 n. Chr.)
  Nach dem Sieg über Ardavan V gründete Ardeshir I das Sassanidenreich und baute seinen eigenen Palast in Firouz Abad in der Nähe von Schiras. Er begann, das Land militärisch und wirtschaftlich zu reformieren. Das Reiches umfasste alle Gebiete des heutigen Iran, Armenien, Syrien, Pakistan, Zentralasien, Osttürkei, Indien, Kaukasien, Arabien und einige andere Teile des Nahen Ostens. Sie nannten ihr eigenes Reich Erlassjahr “Herrschaft der Arier”. Seleukia- Ktesiphon bei Bagdad war die Hauptstadt und sie kämpften über 300 Jahre gegen die römische Armee. Die offizielle Religion war der Zoroastrismus und viele Feuertempel wurden in dieser Zeit gebaut. Die Sassaniden sprachen die Pahlavi Sprache, welche der Ursprung des modernen Farsi ist. Die Persische Architektur erreichte seinen Höhepunkt in der Sassanid Periode. Viele beeindruckende und großartige Handwerke wie Stuckarbeiten, Metallbearbeitung kamen von den Sassaniden. Die riesigen und beeindruckenden Gewölbe von Kasra in Seleukia- Ktesiphon und die Stadt Bishapour in der Fars-Provinz sind die prächtigsten Beispiele des Reiches.

Die Araber und der Islam
    Als die Araber die Sassaniden nach vielen Kriegen besiegten, begann ein kritisches Kapitel in der persischen Geschichte. Die Sassanidarmee war von den vielen Kriegen gegen die Römer ausgelaugt und ergab sich letztlich den Arabern. Viele Anhänger des Zoroastrismus im Iran konvertierten zum Islam, doch einige Städten wie Kerman und Yazd blieben bei ihrer alten Religion. Die Saffariden, Tahiriden , Samaniden und Seldschuken sind einige der Dynastien, die im Iran nach der Eroberung der Araber herrschten. Diese Dynastien konnten die persische Sprache und Literatur wiederbeleben. Es ist zu betonen, dass nach der Eroberung der Araber sie zwar die Kontrolle über den Iran besaßen und über 200 Jahre regierten, sie aber die Iraner nicht arabisieren konnten. Der Iran war zwar islamisiert, aber nicht arabisiert, so dass Perser Perser blieben. Viele Länder wie Ägypten, Syrien, Afrika und Irak, verloren unter der Kontrolle der Araber die eigene Sprache, doch der Iran war eine Ausnahme und die persische Sprache konnte durch die einzigartige Zivilisation, Literatur, Kunst und Kultur überleben.

Mongolische Invasion
    Im 13. Jahrhundert kam das Seldschukenreich zu einem endgültigen und blutigen Ende, als sich die mongolischen Herrschaaren unter der Führung von Dschingis Khan auf ihren Pferden über der iranische Hochebene Pferden ergossen und viele Iraner auf brutalste Weise hinrichteten. Sie zerstörten in großem Ausmaß Städte und Bibliotheken und übernahmen die Herrschaft über den Iran für ca. 100 Jahre. Sie hinterließen einige Denkmäler, einschließlich der Kuppel von Sultanieh in der Provinz Zanjan.

Safawidenreich
    Persien unterzog sich einer kulturellen Wiederbelebung unter der Safawid-Dynastie. Shah Abbas I war die prominenteste Persönlichkeit, die erfolgreich die Usbeken und Osmanen bekämpfte und Irans die Grenzen erweiterte. Er verdrängte die Portugiesen aus Bahrain und auch die englische Armee vom Persischen Golf. Die Persische Architektur erblühte in dieser Zeit sowie Isfahan als Hauptstadt, welche die majestätische Herrlichkeit der persischen Kunst wiederspiegelt.

Kadschardynastie
    Die Kadscharen waren eine iranische königliche Dynastie, die Persien von 1785 bis 1925 beherrschten. Der Gründer dieser Dynastie war Agha Mohammad Khan. Die Kadschar-Familie übernahm im Jahre 1794 die volle Kontrolle über den Iran und verloren im Laufe des 19. Jahrhunderts dauerhaft die Herrschaft über die Gebiete des modernen Georgien, Aserbaidschan und Armenien an die Russen. Reza Khan beendete schließlich diese Dynastie.


Pahlavi-Dynastie und Islamische Revolution
    Die Pahlavi-Dynastie war das herrschende Haus des Irans (1925 – 1979), als die Monarchie gestürzt und als Folge der iranischen Revolution abgeschafft wurde. Die Dynastie wurde von Reza Shah Pahlavi, ein ehemaliger Brigadegeneral der persischen Kosaken-Brigade, im Jahre 1925 gegründet. Sein Nachfolger war sein Sohn Mohammad Reza, Shah Pahlavi, der letzte Shah des Iran.

    Der Pahlavis kamen nach Ahmad Shah Kadschar, dem letzten Herrscher der Kaschar-Dynastie an die Macht. Die Nationalversammlung, bekannt als die Majlis, wurde am 12. Dezember 1925 einberufen und diese kontextuell verankerte Versammlung setzte Ahmad Shah Kadschar ab und erklärte Reza Shah als neuen Monarchen des Reichsstaat Persien. Im Jahre 1935 beauftragte Reza Shah ausländische Botschaften, Persien mit bei seinem alten Namen „Iran“ zu nennen, so dass von dort an der offizielle Name „Reichsstaat Iran“ war. Angesichts der wachsenden öffentlichen Unzufriedenheit und populären Rebellion im Jahr 1978 flüchtete Mohammad Reza Shah Pahlavi mit seiner Familie ins Exil. Damit wurde offiziell die 2.500 Jahre Tradition der Monarchie im Iran beendet. Demonstrationen gegen den Shah begannen im Oktober 1977 und entwickelten sich zu einer Kampagne des zivilen Widerstandes, die sowohl Weltliche als auch Religiöse einschloss. Ayatollah Khomeini wurde von der Regierung zurück in den Iran eingeladen und kehrte begrüßt von mehreren Millionen Iranern nach Teheran zurück. Die königliche Herrschaft brach kurz nach dem 11. Februar zusammen, als rebellische Truppen Truppen, die dem Schah loyalen Truppen, in bewaffneten Straßenkämpfen überwältigten. Am 1. April 1979 wurde durch ein nationales Referendum der Iran zur islamischen Republik und eine neue theokratisch- republikanische Verfassung trat in Kraft, wodurch Khomeini Oberhaupt des Landes wurde. 1989 verstarb Imam Khomeini und Ayatollah Khameneyi, welcher das Amt immer noch innehält, wurde auf  Lebenszeit zum Obersten Führer des Landes.

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